Bericht Etappe 20

 

Hallo.

Heute bin ich leicht genervt über die Ignoranten, die leichtfertig Fuß- und Radwege für Großbaustellen sperren und den Betroffenen Kilometer lange Umwege zumuten. Für Autostrecken wäre das sicher nicht passiert. Also Danke Emscherverband für den Emscherdurchlass und eon für den unseeligen Kraftwerksneubau. Wobei eon klar den Vogel abgeschossen hat mit dem Hinweisschild "Sicherheit wurde bei uns schon immer groß geschrieben. Daher haben wir den Radweg für den Kraftwerksneubau gesperrt. Folgen sie den Umleitungsschildern." (sinngemäß). Also die Umleitung zeigt in die Richtung aus der ich gekommen bin. Und da lag die letzte Brücke schon einiges zurück. Und mit "Sicherheit" war wohl eher die finnzielle Sicherheit von eon gemeint. Den Radweg abgesichert zu erhalten war wohl zu teuer. Also musste ich über die Wiesen hinter dem Kraftwerk übers Land. Aber scheinbar haben sich ja andere über das Kraftwerk geärgert, so daß z.Zt. wohl immer noch Baustopp herrscht.

eon Baustelle

Die Belohnung für die Baustellen und und das nasse, windige Wetter war heute ganz klar ein tiefer Einblick in die Schleusentechnik vergangener Tage und heutiger Zeit.

Ein altes Schiffshebewerk.

Hebewerk1

Und ein "neues"...

Hebewerk2

Und Schleuse alt (vom Unterwasser und aus der aufgeschütteten Kammer).

Schleuse alt 1

Scheluse alt 2

Und natürlich die moderne Schleuse. (Es fährt gerade ein Containerschiff vom Unterwasser aus ein).

Schleuse neu

Das alles gibt's zu sehen im Schleusenpark Waltrop. Der Besuch lohnt sich unbedingt.

Am Kanalkreuz in Datteln gibt es dann auch endlich ein paar Schiffstankstellen zu sehen. Ich dachte schon, die würden alle zum Tanken nach Rotterdam fahren...

Tanke

Und direkt nebenan liegt die in Restauration befindliche ehemalige Bundeswehrflu'fähre Typ "Mannheim" F-85122, jetzt registriert als "Der Reservist".

Mannheim

Wo ich gerade am Kanal bin, mache ich auch gerade noch eine Runde über die "alte Fahrt" bei Olfen. Von Wasser ist hier nichts mehr zu sehen -ausser, man würde über die Brüstung hinab in die Stever schauen, die hier unter dem früheren Kanal hindurchfliest. Der alte Kanaldamm ist nur teilweise erhalten aber an dieser Stelle kann man gut einen Eindruck von den Dimensionen des alten Kanals bekommen. Ähnlich wie bei der alten Schachtschleuse, macht es die Größenordung viel einprägsamer, wenn man einmal selber in der Struktur verweilt.

alte Fahrt

Zum Schluß noch ein Blick auf die - für die Größe des Ortes - überdimensionierte Kirche von Olfen. Aber natürlich hat auch das ein Geschichte - die ich aber hier nicht ausbreiten werde...

Kirche Olfen

 

Aus logistischen Gründen ist heute kurz nach Olfen Schluß. Meine Familie kann mit dem Abholen nicht länger warten. Morgen geht es also hier weiter und nicht in Seppenrade. Möglicher Weise wird die Freitagsetappe dann doch mehr als ein lockeres Auslaufen - aber das wird schon passen.