Bericht Etappe 12

 

Hallo.

Hölle. Kulturschock! Hier sieht es ja völlig anders aus...
Also mit leicht welligen Weinbergwegen in Erinnerung bin ich in Bingen-Dietersheim zur Nahe gestartet, daran entlang bis zum Rhein gelaufen und auf den linksrheinischen Radweg eingebogen. Hier kann man offenen Fels zu beiden Seiten des Flusses sehen und der Weg selbst ist völlig eben.

Offenbar gab es hier mal einige Römer - denn diverse Bauwerke und Strassen sind mit römischen Namen versehen, wie diese Drususbrücke über die Nahe.

Drususbrücke

Bingens Altstadt habe ich rechts liegen lassen und mir statt dessen das Modell auf dem Spielplatz angesehen. Im Vordergrund Modell im Hintergrund Orginal.

Bingen

An einigen Stellen ist der Rhein hier am oberen Mittelrheintal schon recht breit. (Assmannshausen)

Assmannshausen

Die Gegend ist übrigens UNESCO-Weltkulturerbe, was wohl so eine Art Tourismussiegel sein muss, wenn man die zahlreichen Hinweise darauf sieht. Oder es gibt Fördergelder dafür, oder irgendetwas anderes, das es rechtfertigt, die Natur mit zahllosen immerhin grünen Weltkulturerbe-Schildern voll zu stellen.

Immerhin sind die Burgen hier zahlreiche Zeugen aus einer Zeit, in der man mit Zoll (oder vergleichbaren legalen Formen der Wegelagerei) scheinbar richtig gut Geld verdienen konnte. Hier - ohne Kommentar - eine Auswahl nur der linksrheinischen.

Burg1

Burg2

Burg3

Burg4

Burg5

Burg6

Wer hat's gemerkt? -- Richtig: eine Burg war gar nicht linksrheinisch sondern inrheinisch (mit einer rechtsrheinischen im Hintergrund).

Es gibt aber auch noch eine geopraphische Besonderheit auf dieser Etappe. Genau: Der Übergang in den kalten Norden.

Norden

 

Und zum Schluss noch eine alte Bekannte (Geschichte). Na, wer hat sie gesehen? Ja, genau auf dem Felsen, um den der Raddampfer Goethe gerade herumkurvt. Nicht? -- Ist auch besser so, bevor einen die holde Schöne in den Bann, aus der Kurve, auf die Sandbank oder aus den Socken zieht.

Loreleyfelsen

Dafür hat der Künstler sich zu dem Thema ausgetobt.

Loreleyfigur