Bericht Etappe 6

 

Hallo.

Nun schlittert das Projekt im Wesentlichen aufgrund äusserer Umstande (wie immer, oder..? ;-) doch noch in Probleme.

Offensichtlich habe ich auf den letzten Etappen doch reichlich UV-Strahlung akkumuliert, ohne diese wegen der gegebenen Vorbräunung unmittelbar zu bemerken. Nun ist aber der Moment kommen, an dem ich sagen muss: Noch ein weiterer Lauf in Richtung Norden bei Sonnenschein würde mir die entzündete Haut von Ellenbogen und Unterschenkelrückseiten absprengen. Ausser Brandsalbe nimmt dieses Haut nichts mehr auf.

Zum Umstieg auf lange Kleidung ist es nun zu spät. Diese würde ohnehin nur an der entzündeten Haut scheuern. Eigentlich hätte es für die letzten Etappen schon fast einer Badwater-tauglichen Wüstenausrüstung und einer permanenten Begleitung mit Eiswasser, etc. bedurft.

Der Rest der Laufmaschine funktioniert noch so leidlich. Die Blasen sind halbwegs unter Kontrolle. Die Muskeln schmerzen zwar beim Anlaufen, aber spätestens mit Gehen ist immer noch ein ordentliches Vorankommen gesichert. Das beudeutet: Zum Aufgeben reicht das noch nicht. Ein Tag Pause hilft aber auch nicht wirklich weiter. Also werde ich ein wenig improvisieren:

Nach einem halben Tag Erholung werde ich die 7. Etappe bei Einbruch der Dunkelheit starten. Das ist zwar logistisch eine (weitere) Herausforderung, muss aber hoffentlich nicht all zu lange fortgesetzt werden, da laut Wettervorhersage in Kürze mit Abkülung zu rechnen ist.

Was gab's auf der Strecke?

Zunächst ein Stück am Rhein durch den Wald über einen der zahlreichen Kanäle oder Seitenarme oder Zuflüsse, oder, oder, oder...

Brücke

 

Und natürlich, gelegentlich Meldungen zur Lage der Nation. (Sie liegt scheinbar irgendwo zwischen Basel und Rotterdam)

 

Kilometer

 

Das Hafengebiet von Kehl ist eine Augenweide :-)

 

 

Dann über die Dörfer - hier eines der Flächengemeinde Rheinau, glaube ich.

 

 

Irgendwann gab's dann ein Gewitter, welches einen glatt von der Strasse hätte spülen können. Gut dass gerade etwas zum Unterstellen parat war. Aber nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei und hat nichts als dampfende Strassen hinterlassen.

 

 

Die unerbittliche Strahlungsquelle verschwindet hinter dem Horizont.